Schlagwort-Archiv: Deutschland

Migration – damals wie heute

Migration lässt uns unsere Stärken zeigen

Wer heute an Migration denkt, denkt an sinkende Boote im Mittelmeer und überfüllte Flüchtlingslager. Doch ist dieses Thema selbst hier in Deutschland nichts Neues. Was viele „besorgte Bürger“ gerne vergessen, ist dass es in Deutschland bereits vor Jahrzehnten eine Massenmigration gab. Damals flohen mehrere Millionen Deutsche aus östlichen Gebieten in das Landesinnere.Mit offenen Armen empfangen wurden sie allerdings nur selten. Denn viele Bewohner vom jetzigen Deutschland betrachteten die Flüchtlinge mit Argwohn, und das obwohl sie meistens die gleiche deutsche Nationalität und Sprache sowie die gleiche Religion hatten. Viele argumentierten, dass die durch den Krieg verursachte Knappheit zu große war, um auch noch diese innerdeutschen Flüchtlinge zu versorgen. Jetzt, mehr als siebzig Jahre später, kann man aus der damaligen Situation wichtige Schlüsse ziehen. Trotz Armut und Nachkriegschaos, trotz des allgemeinen Misstrauens, hat die Migration das Land nicht ins Verderben gestürzt, wie von so vielen befürchtet. Heute herrscht weder Krieg noch Zerstörung, und die Wirtschaft erholt sich stetig von der Krise. Wenn wir eines aus der Vergangenheit gelernt haben sollten, dann ist es, dass wir jetzt erst recht stark genug sind, um zu helfen. Alles wissenswerte zum Thema gibt es hier.

Verunsicherung in Deutschland und der Türkei nach Anschlag

istanbul-gedenken-anschlag

Am 12. Januar hat sich in Istanbul ein Selbstmordattentäter inmitten einer deutschen Reisegruppe in die Luft gesprengt. Dabei kamen 10 Menschen ums Leben. Deutschland und die Türkei sind gleichermaßen verunsichert. Bürger und Regierungen stellen sich die Frage, welche Auswirkung dieses Ereignis auf die nationale Sicherheit hat?

Für die Türkei ist der Anschlag in Istanbul einer unter vielen Anschlägen, die das Land seit Monaten in Angst und Schrecken versetzen. Mit dem Anschlag in Istanbul wird klar, wie umfassend eigentlich das Terrorismusproblem in der Türkei geworden ist.

In Deutschland stellt man sich natürlich die Frage, ob die deutschen Touristen gezielt als Opfer ausgewählt wurden? Der Anschlag ereignete sich genau dann, als Tornados der Bundeswehr mit Aufklärungsflügen in Syrien begannen.

Untersuchungen zufolge wollten die Terroristen zwar europäische Reisegruppen treffen, aber nicht gezielt Deutsche. Sultanahmet ist mit der Blauen Moschee der meistbesuchte Ort in Istanbul. Im vergangen Jahr konnte die Türkei traurigerweise viele solcher Anschläge zählen. Was es aber bis jetzt noch nie gegeben hat ist, dass ein Terrorist aus dem Ausland in der Türkei Ausländer tötet. Experten zweifeln, dass es in der Türkei nun ruhig wird. Im Gegenteil, es wird erwartet, dass man auch zukünftig in der Türkei mit weiteren Anschlägen rechnen muss.

 

Der ganz normale Wahnsinn

Hamm in NRW erlangte vor Kurzem unglückliche Berühmtheit. Bei Ausbau der Ost-West-Autobahn A2 baute die Straßenbauverwaltung eine Brücke. Soweit so gut. Ein ganz alltäglicher Vorgang. In einem Land, in welchem Konzerthäuser Millionen verschlingen und Flughäfen niemals fertig werden sollte man jedoch hinter jeder Baumaßnahme einen weiteren Schildbürgerstreich vermuten.

Schildbuerger_RathausUnd so ist es auch hier. Die Brücke wurde nämlich an der falschen Stelle erbaut. Zwar kann man Argumentieren, dass die Abweichung mit 45 cm gering war. Jedoch ist eine Abweichung eine Abweichung und daher musste ein 600m langer Straßenabschnitt an den neuen Brückenstandort angepasst werden. Kostenpunkt 600.000 €. Peanuts im Vergleich zur Elbphilharmonie und dem BER. Aber auch Peanuts können in der Summe einen gewaltigen Betrag bilden.

Und so fragt man sich doch. Geht in Deutschland noch alles mit rechten Dingen zu? Können wir nicht einmal mehr Straßen bauen? Hochbezahlte Ingenieure und Architekten versagen in diesem Land am laufenden Band. Allerdings geschieht all dies ohne Konsequenz, während eine Kassiererin, welche sich an Pfandbons bereichert mit Kündigung und Strafverfahren rechnen muss. Sitzt man nur hoch genug in der Hackordnung ist die Strafe eine Abfindung und eine kurze Frist bevor man irgendwo anders den nächsten hochbezahlten Auftrag annimmt. Das ist Deutschland. Der ganz normale Wahnsinn.