Kategorie-Archiv: Politik

Migration – damals wie heute

Migration lässt uns unsere Stärken zeigen

Wer heute an Migration denkt, denkt an sinkende Boote im Mittelmeer und überfüllte Flüchtlingslager. Doch ist dieses Thema selbst hier in Deutschland nichts Neues. Was viele „besorgte Bürger“ gerne vergessen, ist dass es in Deutschland bereits vor Jahrzehnten eine Massenmigration gab. Damals flohen mehrere Millionen Deutsche aus östlichen Gebieten in das Landesinnere.Mit offenen Armen empfangen wurden sie allerdings nur selten. Denn viele Bewohner vom jetzigen Deutschland betrachteten die Flüchtlinge mit Argwohn, und das obwohl sie meistens die gleiche deutsche Nationalität und Sprache sowie die gleiche Religion hatten. Viele argumentierten, dass die durch den Krieg verursachte Knappheit zu große war, um auch noch diese innerdeutschen Flüchtlinge zu versorgen. Jetzt, mehr als siebzig Jahre später, kann man aus der damaligen Situation wichtige Schlüsse ziehen. Trotz Armut und Nachkriegschaos, trotz des allgemeinen Misstrauens, hat die Migration das Land nicht ins Verderben gestürzt, wie von so vielen befürchtet. Heute herrscht weder Krieg noch Zerstörung, und die Wirtschaft erholt sich stetig von der Krise. Wenn wir eines aus der Vergangenheit gelernt haben sollten, dann ist es, dass wir jetzt erst recht stark genug sind, um zu helfen. Alles wissenswerte zum Thema gibt es hier.

Neuer Wohnraum für Bedürftige, Studenten und Flüchtlinge

Die großen Flüchtlingszahlen, die weiterhin nach Europa und Deutschland ziehen sind für Länder und Kommunen eine große Belastung.  Vor allem finanziell und organisatorisch verlangt die Unterbringung immer neuer Flüchtlinge vielen Städten und Gemeinden alles ab. Nordrhein-Westfalens Bauminister Michael Groschek kündigte nun den Bau von 50.000 neuen Sozialwohnungen an.

Diese können nicht nur für Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden, sondern auch als günstiger Wohnraum für Hartz4-Empfänger oder Studenten. Nachdem der Bund der die Fördermittel für sozialen Wohnungsbau im Angesicht der Flüchtlingszahlen erhöht, hat das Land NRW nun ein Maßnahmenpaket beschlossen, welches vor allem den Mangel bezahlbaren Wohnraum in großen Ballungsgebieten bekämpfen soll.

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Die Maßnahme ist ein wichtiges Zeichen im Kampf gegen den Trend einer immer weiter sinkenden Anzahl an Sozialwohnungen in NRW. Seit 2006 ist die Zahl der Sozialwohnungen nämlich um 200.000 auf 488.000 gesunken. Im Gegenzug haben Investoren und Spekulanten die Preise für Wohnraum in Deutschland in den letzten Jahren immer weiter nach oben getrieben, wodurch die Schere zwischen teuren und günstigen Wohnungen immer weiter auseinandergegangen ist.

All dies geschah auch unter der Regierungszeit der Rot-Grünen-Landesregierung in NRW weshalb die FDP der Regierung jetzt – nicht ganz unbegründet – Symbolpolitik vorwirft. Etwas muss aber dennoch unternommen werden, Symbolpolitik hin oder her, um die Nachfrage nach günstigen Wohnraum zu befriedigen. Und 50.000 neue Wohnungen sind dabei ein Schritt in die richtige Richtung.